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Skrol

Skrol

Mit großer Verzögerung erscheint nun endlich das Debüt von Skrol aus Prag, die bereits vor einiger Zeit mit einer 10" auf sich aufmerksammachen konnten. Das Trio läßt sich grob der Neo-Klassik zuordnen, gehtbei ihrer Ausführung jedoch wesentlich individuellere Wege als die meistenanderen Vertreter des Genres. Das Klangbild wird über weite Teile vonschweren Orgelklängen geprägt, die an Arbeiten von Dupré gemahnen undden idealen akustischen Untergrund für die Stimme von Sängerin MartinaSweeney aufbauen.

Einer der Höhepunkte des mit knapp 40 Minuten Spielzeit leider etwaskurzen Albums ist das auf Strawinsky-Samples aufbauende "Non Organic",das sich mit seinen geschickt arrangierten Orchesterloops in akustischerTradition zu den frühen Laibach stellt.

"Fire Scene" hingegen dürfte mit langsamem Schlagwerk undexpressivem Gesang speziell in Gothic-Kreisen mit ausgeprägtem TraditionsbewußtseinAnklang finden. Ob Skrol ihre Qualitäten auch live-haftig umzusetzenwissen, wird sich unter anderem am 27. November auf dem vom Sonic Seducerpräsentierten Noise Transmission Festival in Düsseldorf überprüfen lassen.

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